Sven - Frachtschiffreisen

Suchen
Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Sven

Reiseberichte > Eigene Reisen

Sven ist auch ein Schiff von der Reederei Rambow, das war schon mal vielversprechend. 121 m lang, 18 m breit, 700 TEUs maximal und Höchstgeschwindigkeit 16,5 kn. Da es nur eine Doppelkammer auf dem C-Deck (Backbord) gab zwangsläufig keine weiteren Passagiere.

Kapitän Herr Zenker, Chief und Chiefmate auch Deutsche, ist halt immer einfacher, wenn es ohne Englisch geht.

Von

Nach

sm

Hamburg

Halmstad

464

Halmstad

Moss

174

Moss

Frederikstad

38

Fredrikstad

Oslo

72

Oslo

Aarhus

264

Aarhus

Kiel

135

Kiel

Brunsbüttel

53

Brunsbüttel

Bremerhaven

72

Bremerhaven

Hamburg

110

Start in Hamburg, Termin verschob sich mehrmals, aber mittels mehrerer Telefonate mit dem Kapitän klappte Zustieg problemlos am Eurogate. Dort lotste mich der Shuttle sogar zum Parkplatz Seemansclub und fuhr mich dann zum Schiff. Toller Service.

Dieses Mal also überwiegend Schweden, für mich fast alles neu. Freu mich sehr auf Oslofjord. Hoffentlich auch Passage Cuxhaven bei Tageslicht. Zunächst aber Hauptsache wieder auf einem Schiff, vor allem auf so einem gut gepflegtem mit netten Leuten. So war es jedenfalls bisher mit den Rambow-Schiffen.

Gebucht beim Vermittler Int. Frachtschiffreisen Pfeiffer.

Start in Hamburg

Gestern fuhr die Sven mittags bei bestem Wetter an Cuxhaven vorbei, ich konnte sie mir also schon mal genau ansehen. Einen Tag später bin ich gegen 9 Uhr in HH an Bord gegangen.

Und eine Stunde später legten wir schon ab - zum CTT (Tollerort) Terminal. Böse Zungen nennen das Lumpensammler. Aber so konnte ich mir von einem hohen Aussichtspunkt das Treiben im Hafen und ums Schiff herum ansehen.

Kurz nach dem Dinner dann endlich los, die schöne Fahrt auf der Elbe. Die ist an manchen Stellen schon recht schmal (Elbmüdung dagegen 16 km breit), wenn da Schiffe passieren ist das ein Erlebnis (kurzes Video dazu). Leider erst 23 Uhr Cuxhaven passiert, also wieder nichts mit Winken.

Halmstad - Moss - Frederikstad

Am nächsten Morgen schon auf Höhe Rinköbing, Kurs 13 Grad, also fast genau Nord. Geschwindigkeit reduziert auf 12 kn, damit ETA in Halmstad morgens ist (nachts wird dort nicht gearbeitet). Um Skagen herum in den Kattegatt, der auch noch zur Nordsee gehört. Wetter mäßig, leider ziemlich kühl mit 5 Grad.

Morgens in Halmstad, hier bin ich nur im Hafen umher gelaufen. Es schien sogar die Sonne, also schönes geschütztes Plätzchen an Deck gesucht und den Tag genossen.

Am nächsten Tag schon um 6 Uhr auf die Brücke, Lotse gerade gekommen. Es geht jetzt enge Fjorde lang, spannend. 2h später in Moss angelegt - und es schneit, das hatte ich noch auf keiner Fahrt bisher. Landgang natürlich nicht, wir legten auch 2h später wieder ab.

Jetzt ging es wieder ein Stück zurück, 38 sm nach Fredrikstad. Dauernd kleine Inseln umkurvt, manchmal Land zum Greifen nah. Der Hafen sehr klein, ganz enge Zufahrt. Das war alles sehr spannend, von der Brücke aus zu Erleben. Frederikstad soll laut Lotse ein hübsches Städtchen sein, was ich mir aber angesichts des Schneefalls gespart habe.

Auch nach dem Ablegen um 18 Uhr noch stundenlang auf der Brücke geblieben, da die Fahrt im Oslofjord wirklich aufregend ist.

Oslo und Oslofjord


Bis zum Anlegen in Oslo nach Mitternacht auf der Brücke. Aber wieder kein Landgang, da schon mittags wieder weiter. In der Bucht vor Oslo viele dünne Eisschollen. Eins ist sicher, den Oslofjord muss ich noch mal fahren mit dann hoffentlich besserem Wetter.

Auch bei der Rückfahrt blieb ich die ganze Zeit auf der Brücke, es ist wirklich beeindruckend im Oslofjord zu fahren. Nahe der Drobak-Enge liegt die Insel Oscarsborg, wo man gut die schweren Geschütze erkennen kann. Hier wurde der schwere Kreuzer Blücher 1940 so stark getroffen, dass er kurz darauf sank. Das Wrack liegt noch heute dort.

An manchen Stellen des Fjords ist die Durchfahrt wirklich reichlich schmal, das macht diese Route aber auch so interessant

Rückfahrt über Aarhus, NOK, Bremerhaven nach Hamburg

Morgens in Aarhus angelegt, der Hafen ist ziemlich neu, außerhalb des Ortes. Sicht schlecht. Auf der Fahrt nach Kiel aber erheblich besser, ich war viel draußen, das erste Mal ein wenig Sonne getankt.

Erst Abends in Kiel, dann werde ich von der Kanalfahrt nicht viel sehen können. Auch Vorbeifahrt in Cuxhaven im Dunkeln.

Vor der Wesermündung mussten wir warten, da Liegeplatz noch belegt.

Es zog langsam richtig dicker Nebel auf, Kapitän schaltete dann die Nebelhornautomatik an. Das ist schon etwas gespenstisch, man sieht nichts, hört in kurzen Abständen das Horn. Alle auf der Brücke sehr konzentriert.

Um 11 Uhr angelegt. Auch die Henneke Rambow da. Später anderer Liegeplatz 100m entfernt. Einmal haben die gleichzeitig zwei große Container auf der Steuerbordseite abgesetzt. Das Schiff fing derart an zu schwanken, dass der Kapitän langes Signal gab.

Am nächsten Morgen noch im Dunkeln an Cuxhaven vorbei - Pech dieses Mal. Harter Job für den Kapitän, er hat in der Weser- und Elbmündung die Lotsenberechtigung, also ziemlich lange Dienst.

Mittags in Hamburg am Eurogate angelegt. Nach herzlicher Verabschiedung ging alles ganz schnell, Shuttle kam sofort und kaum 30min später saß ich schon im Auto - mit Wehmut.


Das Schiff

Ein paar Aufnahmen vom Schiff, auch von der Kammer.

Schon ist die kurze Fahrt vorbei. Das Wetter spielte nicht so mit. Aber auf dem Schiff hatte ich viel Spaß. Die Route war hochinteressant und daher war klar, die muss ich noch mal fahren.

Derzeit (Stand Apr 2013) ist die Sven in spanischen Gewässern im Einsatz.

Die komplette Reise ist in diesem Video zu sehen, das einen Zusammenschnitt aller Fotos und Filme versehen mit den nötigen Kommentaren enthält. Dauer ca. 18min.




Die wichtigsten Daten des Schiffes:

Name

Sven

Länge

121 m

Flagge

Deutsch

Breite

18 m

IMO

9.134.139

max. Geschwindigkeit

16,5 kn

Baujahr

1996

max. Tiefgang

6,8 m

Reederei

Rambow

max. Kapazität

700 TEU

Werft

Sietas Hamburg

Leistung Maschine

5.400 kW

 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü